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Jubiläumsfeier 40 Jahre Meyer Technik


Geschenk für den Kreis

NWZ, 04.08.2017

von Hergen Schelling


Mit einem Fotobuch beschenkte die Belegschaft Harald Meyer. Das gefiel (vorne, von links) Minister Olaf Lies, Meyers Ehefrau Monika, Landrat Carsten Harings, Handwerkskammer-Präsident Manfred Kurmann, der stellvertretenden Bürgermeister Christel Zießler und WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff.
Bild: Hergen Schelling
 

Viel Lob gab es am Donnerstag für die Firmengruppe „Meyer Technik“ und den Gründer Harald Meyer. Festredner war Minister Olaf Lies.

Ganderkesee - Nein, Selbstgefälligkeit liegt Harald Meyer überhaupt nicht: „Wir müssen den Kunden gefallen, nicht uns selbst“, verriet der Gründer und Geschäftsführer der Ganderkeseer Firmengruppe „Meyer Technik“ am Donnerstag seine Unternehmensphilosophie. Doch was Meyer aufgebaut und geleistet hat, gefällt anderen derart, dass sich der 67-Jährige an diesem Tag eben doch jede Menge Lob für seinen Betrieb und für sich selbst gefallen lassen musste – oder durfte.

Von einer „Vorzeigefirma in Ganderkesee“ sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler bei der Feierstunde mit 200 Gästen zum 40-jährigen Bestehen des Brandschutz- und Elektro-Unternehmens im Airfield-Restaurant. Als „Geschenk für den Landkreis Oldenburg“ bezeichnete Landrat Carsten Harings die Firma. Und dessen Chef sei nicht nur „kompetent, seriös, fair und verlässlich“, sondern schlicht „ein angenehmer Mensch“. Das bestätigte die Belegschaft: Harald Meyers Führungsstil sei „geprägt von Menschlichkeit, Bodenständigkeit und offener Kommunikation“, sagte der technische Geschäftsführer Sven Freese.

Mit dessen Vater Heiner Freese als einzigem Mitarbeiter hatte Meyer im Mai 1977 in einer Brettorfer Garage angefangen. „Das Familiäre zeichnet diesen Betrieb aus“, erkannte der Ehrengast und Festredner, Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Wie Google und Apple“ sei die heute national und sogar international agierende Meyer-Gruppe „aus einer Garagenfirma entstanden“, wagte der SPD-Politiker den Vergleich mit großen Namen.

Lies hob besonders den hohen Stellenwert der Ausbildung im Unternehmen hervor: „30 Auszubildende bei 180 Mitarbeitern – das ist ein extrem hoher Anteil.“ Die Meyer-Gruppe stehe damit beispielhaft für den Mittelstand, der 80 Prozent der Ausbildung in der Wirtschaft leiste. Dieses Engagement ist nach Ansicht des Ministers nötiger denn je, um das größte „Problem“ der Unternehmen zu lösen: die nachhaltige Sicherung von Fachkräften. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf, das System der dualen Ausbildung zu stärken.

Wie andere Redner würdigte Olaf Lies auch Harald Meyers ehrenamtliches Engagement in Politik und Gesellschaft. Das sei nur möglich mit einem starken Team – und Rückhalt in der Familie. Welche Rolle Letzteres spielt, verdeutlichte Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO), in einer launigen, selbst gereimten Rede: „Auch Du ständest so nie da ohne Deine Monika“, schrieb er Harald Meyer ins Stammbuch. Das dürfte dem sehr gefallen haben.

Quelle: https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/wirtschaft/ganderkesee-firmenjubilaeum-geschenk-fuer-den-kreis_a_32,0,1528288769.html

Video unter: https://www.nwzonline.de/videos/irn2uncunei_a_32,0,1521845070.html



Meyer-Technik ein „Start-up aus der Region"


NOZ, 03.08.2017

von Rainer Haase
Niedersachsen gratuliert der Firma Meyer-Technik: (von links) Geschäftsführer Lukas Bäcker, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Geschäftsführer Sven Freese und das Unternehmer-Paar Monika und Harald Meyer. Foto: Reiner Haase
Niedersachsen gratuliert der Firma Meyer-Technik: (von links) Geschäftsführer Lukas Bäcker, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Geschäftsführer Sven Freese und das Unternehmer-Paar Monika und Harald Meyer. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. Die Firmengruppe Meyer-Technik hat in Ganderkesee das 40-jährige Bestehen gefeiert. Wirtschaftsminister Lies brach eine Lanze für die duale Ausbildung.        

Jeder sechste Angestellte der im Gewerbegebiet Urneburg ansässigen Firmengruppe Meyer-Technik ist ein Auszubildender. Der Wirtschaftsminister Niedersachsens Olaf Lies (SPD) nannte das am Donnerstag in einer Feierstunde zum 40-jährigen Jubiläum der Firmengruppe Harald Meyers im Airfield-Hotel am Ganderkeseer
Flugplatz vorbildlich: „Das Problem des Fachkräftemangels können wir nur lösen, wenn wir ausbilden.“

Duale Ausbildung retten

Der Wirtschaftsminister forderte, der dualen Ausbildung mit Praxis im Betrieb und Theorie und Allgemeinbildung in der Berufsschule mehr Beachtung zu schenken. Sie gerate gegenüber Abitur und Studium ins Hintertreffen. Sich selbst und Harald Meyer benannte Lies als Beispiele, dass aus dual Ausgebildeten etwas werden kann: Wenn auch mit einigen Jahren Abstand, haben der Unternehmer und der Politiker ihre Elektrotechnik-Ausbildung an der Fachhochschule in Wilhelmshaven abgeschlossen.

Mittelstand Motor der Wirtschaft

Die Firmengründung sei ein Start-up gewesen, auch wenn es den Begriff vor 40 Jahren noch gar nicht gegeben habe, so Lies. „Wir brauchen die Bereitschaft, diejenigen zu begleiten, die Lust haben, sich selbstständig zu machen“, sagte der Minister. Die Wirtschaft werde nicht von den wenigen großen Firmen, sondern den vielen Betrieben aus dem Handwerk und dem Mittelstand getragen. „Industrie 4.0“ ist für ihn das Stichwort für die bessere Ausstattung der Berufsschulen mit Computertechnik. „Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist nur zu halten mit gut ausgebildeten Fachkräften“, sagte Lies.

Schulprojekte werden gefördert

Meyer-Technik feierte das Jubiläum mit Gästen aus der Politik und den Kommunen, aus den Berufsverbänden und aus dem Kreis der Kunden und Lieferanten. Harald Meyer gab ein Erfolgsrezept preis: „Wir müssen den Kunden gefallen und nicht uns selber.“ Die mitgebrachten Geldspenden wollen Harald und Monika Meyer an den Förderverein der Oberschule Ganderkesee und an die Katenkampschule weiterleiten. „Mit der Belegschaft feiern wir extra“, kündigte der Firmengründer und Chef an.

Zur Sache

Aus der Arbeitslosigkeit heraus hat Harald Meyer 1977 mit Heiner Freese als einzigem Mitarbeiter einen Elektrotechnik-Fachbetrieb gegründet, untergebracht in einer Garage in Brettorf in der Gemeinde Dötlingen. Inzwischen stecken unter dem Dach der Meyer-Technik-Unternehmensgruppe fünf Firmen an den Standorten Ganderkesee, Brinkum und Laziska Gorne/Polen mit mehr als 180 Mitarbeitern. Wirtschaftliche Standbeine sind die Gebäudetechnik, die Energietechnik, die Automation und die Anlagentechnik. Einen Sprung nach vorn bedeutete 1992 der Umzug an den heutigen Standort im Gewerbegebiet Urneburg in Ganderkesee, der im Laufe der Jahre wesentlich erweitert worden ist. Harald Meyer leitet die Firmengruppe mit den Geschäftsführern Lukas Bäcker und Sven Freese.

Quelle: https://www.noz.de/lokales-dk/ganderkesee/artikel/932196/

 

 

Aus Garage zum 180-Mitarbeiter-Betrieb

Delmenhorster Kurier, 04.08.2017

von Jochen Brünner

Martina I. Meyer

Harald Meyer und seine Frau Monika im Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (links), der beim Festakt anlässlich des 40. Firmengeburtstages die Festrede hielt.
Foto: Martina I. Meyer

Weil er arbeitslos geworden war und kurzfristig nichts Neues fand, gründete Harald Meyer 1977 die Firma Meyer Technik. 40 Jahre später beschäftigt die Unternehmensgruppe 180 Mitarbeiter.

Ganderkesee - Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg (WLO), brachte es im Stile Wilhelm Buschs in Reimform auf den Punkt: „Wenn einer in Bremen die Post renoviert, dann noch in Hamburg den Tunnel verziert, daraufhin mit Mut und Kraft sich weitere Filialen schafft, und wenn eine Idee ihn zündet, er weit're Unternehmen gründet und hält sich an die Bibel ein Stück, da spricht man ja von Zeit und Glück, hat er die Zutaten der Suppe für die Meyer-Gruppe.“

Mit einem großen Festakt im Atlas Airfield Hotel und vielen prominenten Gästen aus Wirtschaft und Politik hat die Firma Meyer Technik am Donnerstag ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt der Reden und Grußworte stand neben der Leistungsfähigkeit des Unternehmens und der Bedeutung des Mittelstandes für die regionale Wirtschaft insbesondere Firmengründer Harald Meyer. Er hat das Unternehmen 1977 in einer Brettorfer Garage als Zwei-Mann-Betrieb aus der Taufe gehoben. Heute beschäftigt die Meyer-Technik-Gruppe an fünf Standorten und in fünf eigenständigen Firmen in den Bereichen Gebäudetechnik, Energietechnik, Anlagentechnik und Automation etwa 180 Mitarbeiter. „Eine Steigerungsrate von 9000 Prozent“, wie Landrat Carsten Harings in seinem Grußwort vorrechnete. 1992, also vor genau 25 Jahren, hat der Betrieb seine Zentrale dann in den Ganderkeseer Ortsteil Urneburg verlegt, wo sie auch heute noch ansässig ist.

Mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies hielt am Donnerstag ein ausgewiesener Elektrotechniker die Festrede. Wie Meyer erzählte, hätten er und Lies –zeitversetzt – beide die Fachschule für Elektrotechnik in Wilhelmshaven besucht. Als der Politiker vor fünf Jahren den Betrieb besichtigt habe, sei Meyer über dessen elektrotechnische Kenntnisse nicht wenig erstaunt gewesen. Lies witzelte im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2018: „Ich habe meine Bewerbungsunterlagen dabei.

Sowohl der Minister als auch Ganderkesees stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler erinnerten an die Anfänge des Unternehmens: „Da war ein hervorragend ausgebildeter junger Mann, der aber trotzdem arbeitslos geworden war“, sagte Zießler. So habe Harald Meyer aus der Not eine Tugend gemacht. Und Lies sekundierte: „Wenn Harald Meyer vor 40 Jahren sofort einen neuen Job gefunden hätte, gäbe es diese 180 Arbeitsplätze heute vermutlich nicht.“ Darüber hinaus lobte der Wirtschaftsminister den innovativen Geist des Betriebes: „Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass allein die bestehenden Unternehmen die Arbeitsplätze sichern“, meinte er rückblickend.

Meyer selbst fielen als Bezugspunkte zum Jahr 1977 die RAF-Morde und die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ nach Mogadischu ein. Als Elektrotechniker habe ihn aber eher der große Stromausfall interessiert, der sich am 13. Juli des Jahres in New York ereignet und die Metropole eine Nacht lang lahm gelegt habe. Die Gratulanten würdigten insbesondere das Wertebewusstsein des Unternehmers: Neben der Produktqualität sei auch die nachhaltige Innovationsbereitschaft ein Schlüssel für den Erfolg gewesen. Die langfristige Personalplanung komme unter anderem in einer hohen Ausbildungsquote zum Ausdruck. Schließlich bildet eine starke Partnerschaft zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten den Kern der Unternehmensphilosophie. Zießler lobte Meyer für dessen vorbildliche Mitarbeiterführung: „Bei dir steht immer der Mensch im Mittelpunkt.“

So gebe es auch einige Lieferanten, mit denen er bereits seit 40 Jahren zusammenarbeite, erklärte Meyer: „Mit Freude blicke ich auf eine Entwicklung zurück, die mich darin bestärkt, dass sich die Werte, für die ich seit Jahren stehe, als erfolgreich bewiesen und sich auf die gesamte Unternehmenskultur übertragen haben.“ Inzwischen hat Harald Meyer mit Lukas Bäcker und Sven Freese zwei weitere Geschäftsführer installiert, die die Meyer-Technik-Gruppe in die nächste Generation führen sollen, derweil er selbst wohl etwas kürzer treten will.

Darüber hinaus hat Meyer sich immer auch in den politischen Gremien sowie in Berufsverbänden ehrenamtlich engagiert. 35 Jahre lang gehörte er dem Kreistag des Landkreises Oldenburg an, von 2006 bis 2011 war er Vorsitzender des Finanzausschusses. Zudem ist er etwa auch noch für die Dötlingen-Stiftung oder im Rotary-Club aktiv.

Manfred Kurmann, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, überreichte Meyer mit der Goldenen Ehrenurkunde eine der höchsten Auszeichnungen, die das Oldenburger Handwerk zu vergeben hat. Harald Meyer habe eine Arbeitgebermarke geschaffen, lange bevor das Prinzip in Deutschland überhaupt Schule gemacht habe, erklärte Kurmann. Ihm gelang auch die Brücke zum Flugplatz, die Schauplatz des Festaktes war: „Der Aufstieg war stetig und der Höhenflug hält an“, meinte der HWK-Präsident.

Statt Geschenken zum Jubiläum hatte das Unternehmen um Spenden gebeten, die den Fördervereinen der Oberschule Ganderkesee sowie der Katenkampschule zugute kommen sollen.

„Wenn Harald Meyer 1977 einen Job gefunden hätte, gäbe es die Firma nicht.“ Olaf Lies, Wirtschaftsminister

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